Schulverfassung der Grund- und Mittelschule Teisendorf (Stand 2014-02-25)


Präambel

In der Grund- und Mittelschule Teisendorf ist der Arbeits- und Lebensraum für Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zehnten Jahrgangsstufe und mit ihrem Angebot an Ganztages-, Regel- und M-Klassen der zentrale Bildungsort für die Marktgemeinde Teisendorf und die Region.

In Grund- und Hauptschule werden Wissensvermittlung und Erziehung in gleicher Weise verfolgt. Basierend auf unserer christlichen Kultur und ihren Wertmaßstäben sind Rücksichtnahme, Toleranz, Gewaltfreiheit und Nächstenliebe die obersten Maximen. In diesem Zusammenhang sollte auf die wertschöpfende Bedeutung christlicher Symbole in den Klassenzimmern nicht verzichtet werden. Alle am Schulleben Beteiligten sollen Schule als Teil der demokratischen Zivilgesell­schaft erleben.

Wir vermitteln unseren Schülern Kompetenzen, die sie zu einer selbstbestimmten Lebensgestaltung befähigen, in der sie für sich und andere Verantwortung übernehmen lernen.



Um diese Ziele zu erreichen, beschließen Eltern, Lehrer und Schüler die folgende Schulverfassung:

Artikel 1 - Schulleitung

Die Schulleitung schafft die organisatorischen Rahmenbedingungen für die bestmögliche Erfüllung der schulischen Aufgaben. Sie plant weitsichtig und ermöglicht Schülern und Lehrern optimale Arbeitsbedingungen in einer zeitgemäßen, modern ausgestatteten Schulanlage.

Der Schulleiter stärkt durch sein beispielgebendes Vorbild die Arbeitsmotivation und Berufsfreude seiner Mitarbeiter. Entscheidungen werden transparent gemacht, ihre Notwendigkeit begründet. Das Lehrerkollegium als demokratischer Teil der Schulgemeinschaft wird in Entscheidungsprozesse miteinbezogen. Der Schulleiter vermittelt zwischen Eltern und Lehrern, er vertritt die Schule nach außen und sorgt für das Ansehen der Schule in der Öffentlichkeit.

  • Der Konrektor ist Stellvertreter des Schulleiters und erfüllt seine organisatorischen Aufgaben im Rahmen des Aufgabenverteilungsplans.
  • Das Kollegium wählt aus seiner Mitte einen Vertrauenslehrer, der in schwierigen Personalfragen als Mittler zwischen Schulleitung und Kollegium fungieren sollte.
  • Das Sekretariat unterstützt die Arbeit der Lehrer in organisatorischer Sicht.


Artikel 2 - Lehrer

Die Lehrer erfüllen ihre Hauptaufgabe in Lehre und Erziehung. Dabei achten sie die Schülerinnen und Schüler, sie haben ein offenes Ohr für deren Anliegen, Sorgen und Probleme. Stete Gesprächsbereitschaft und ein vertrauensvolles Miteinander sind Grundsätze im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Durch regelmäßige Fortbildungen halten sich die Lehrer auf dem aktuellsten Stand von Didaktik und Fachwissenschaften, um ihre Aufgaben in der Wissensvermittlung bestmöglich erfüllen zu können.

Kollegialität, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Teamfähigkeit der Lehrerschaft sind unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden Schulatmosphäre.

Gerechte und objektive Leistungsbewertung, ohne Ansehen der Person, ist für alle Lehrer ein selbstverständlicher pädagogischer Grundsatz. Über Benotungen kann begründete Auskunft erteilt werden. Die Anforderungen von Leistungserhebungen sind in Parallelklassen gleich. Lehrerinnen und Lehrer achten in ihrer generell wichtigen Vorbildfunktion auch auf einen höflichen und respekt­vollen Umgang miteinander, bei dem jeder – ob Lehrer, Schüler oder sonstige Mitarbeiter an der GS und MS Teisendorf – dem anderen mit Achtung begegnet. So dürfen auch Gewalt, verbale Aggression, Mobbing und Ausgrenzung in der Schulgemeinschaft keinen Platz haben. Deshalb greifen alle Lehrer bei Auftreten von Fehlverhalten konsequent durch, suchen aber auch das Gespräch mit den Beteiligten und deren Erziehungsberechtigten, um auf konstruktive und nachhaltige Lösungen hinzuarbeiten. Höflichkeit, Pünktlichkeit und Disziplin sind selbstverständliche Maßstäbe. Lehrer und Schulleitung leisten sie und erwarten sie im Gegenzug auch von allen Schülerinnen und Schülern. Der von den Klassensprechern gewählte Verbindungslehrer ist Partner der Schüler und Eltern. Er vertritt ggf. deren Anliegen gegenüber der Schulleitung und Lehrern.


Artikel 3 - Eltern und Erziehungsberechtigte

Eltern und Erziehungsberechtigte unterstützen die Schule bei der Erfüllung ihrer Aufgaben, sie tragen Mitverantwortung für den schulischen Erfolg ihrer Kinder und für die Gestaltung des Schullebens. Sie achten auf eine gewissenhafte Arbeitshaltung und fördern den Leistungswillen. Sie helfen ihren Kindern bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, von Eigenverantwortung und Wertebewusstsein, wobei dem elterlichen Vorbild und dem familiären Miteinander eine große Bedeutung zukommt.

Ein vertrauensvoller und offener Informationsaustausch zwischen Eltern und Lehrern dient dem Wohl des Kindes, deshalb ist eine gute Zusammenarbeit mit Kollegium und Schulleitung von wesentlicher Bedeutung. Unklarheiten und Meinungsverschiedenheiten werden zuerst mit den betroffenen Lehrkräften fair und in angemessener Form geklärt.

Eltern und Erziehungsberechtigte beteiligen sich am Schulleben und unterstützen Feste und Feiern. So tragen sie das soziale Engagement der Schule mit und unterstützen das gemeinschaftliche Verhalten.


Artikel 4 - SchülerInnen

Alle Schülerinnen und Schüler achten die Grundregeln im Umgang mit anderen Menschen. Dazu begegnen wir Mitschülern, Eltern und Lehrern respektvoll und höflich. In diesem Zusammenhang ist auch eine dem Schulalltag angemessene, nicht anstößige Bekleidung ein Ausdruck des Eigenwerts und des Respekts voreinander. Gewaltlosigkeit und gegenseitige Wertschätzung bestimmen den schulischen Alltag: Jede Form von Gewalt gegen Menschen und Sachen, auch verbale Aggressionen werden von den Schülern abgelehnt. Konflikte werden immer gewaltfrei – auch unter Einbeziehung der Streitschlichter – gelöst.

Das Eigentum der Schule wird von allen Schülerinnen und Schülern geachtet, ebenso ist das private Eigentum der Mitschüler von allen anderen zu respektieren. Im Schadensfall ist Ersatz zu leisten. Jeder achtet auf die Sauberkeit von Klassenzimmern, Aufenthaltsräumen, Toiletten und Gängen. Eine sorgfältige Behandlung von Schulmobiliar und schuleigenen Büchern ist selbstverständlich.

Jede Schülerin, jeder Schüler nutzt nach seinen Möglichkeiten die schulischen Angebote und sieht dem Schulbesuch als Chance, sich auf sein künftiges (Berufs-)Leben so optimal wie möglich vorzubereiten. Dazu sind Anstrengungsbereitschaft, Lernwillen und häuslicher Fleiß unerlässlich. Aktive Teilnahme am Unterricht und Interesse zeugen von Verantwortlichkeit für den eigenen Lernerfolg.

Rechte und Pflichten der Schüler stehen gleichberechtigt nebeneinander. Sie werden von Schulleitung und Lehrkräften respektiert und beachtet. So haben Schülerinnen und Schüler das Recht, sich jederzeit an die Lehrkräfte zu wenden um Unklarheiten zu beseitigen, Probleme zu besprechen, Vorschläge einzubringen oder sich über die Leistungen und deren Zustandekommen zu informieren.

Die Grundsätze der freien Meinungsäußerung gelten selbstverständlich auch für Schülerinnen und Schüler, dabei sind jedoch das Persönlichkeitsrecht des Gesprächspartners und die Anforderungen an den Umgangston unbedingt zu beachten.

Die Klassensprecherversammlung wählt aus ihrer Mitte 3 Schülersprecher, die ihre Aufgaben gewissenhaft und engagiert im Rahmen der SMV vertreten und erfüllen.

Das Verhalten außerhalb des Schulgeländes hat einen starken Einfluss auf das Bild, das sich die Öffentlichkeit von der Grund- und Mittelschule Teisendorf macht. Deshalb ist jeder gefordert, durch sein Betragen an einem positiven Eindruck mitzuwirken.


Diese Schulverfassung wurde abgesprochen mit

  • Elternbeirat
  • Lehrerkollegium
  • Klassensprecher, SMV

und durch das Schulforum genehmigt.

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